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Bahnstrecke: Zittau – Seifhennersdorf – Eibau
Streckenbeschreibung:

Eine Fahrt mit der SBE ist gleichzeitig ein Ausflug in eine der sehenswertesten Mittelgebirgslandschaften Deutschlands – die Oberlausitz. Unsere Region hat neben Eisenbahn noch viel mehr zu bieten: Sehenswerte Städte und Dörfer, die bekannten Umgebindehäuser, traditionelles Handwerk, unberührte Natur, die zum Wandern und Radfahren einlädt, ein starkes kulturelles Angebot, auch durch die Nachbarschaft zu Polen und Tschechien – kurz: bei uns ist es einfach schön.

Unsere Bahnstrecke folgt größtenteils dem Flüsschen Mandau und hat den klassischen Charakter einer Mittelgebirgsbahn: teilweise verläuft Sie sanft durch Wiesen und Felder, in anderen Abschnitten finden sich große Kunstbauten wie der Viadukt bei Großschönau oder enge Einschnitte.

Ein Muss für jeden Natur- und Eisenbahnfreund – mit dem schönen Nebeneffekt, dass man in unseren Triebwagen direkt dem Lokführer über die Schulter schauen kann.

Unser Zug startet in Zittau über die zweigleisige Hauptstrecke Richtung Dresden und zweigt in Mittelherwigsdorf von dieser in Richtung Großschönau links ab. Der Bahnhof Mittelherwigsdorf ist keilförmig zwischen Haupt- und Nebenstrecke angelegt. Mittelherwigsdorf ist gleichzeitig unser erster Unterwegshalt – teilweise mit Übergangsmöglichkeiten von und zu den Zügen aus / nach Dresden.

Fernab von Straßen und Feldwegen schlängelt sich unsere Strecke entlang der Mandau durch das enge Tal den Berg hinauf, bis sich das Tal wieder weitet und der Blick auf den malerischen Ort Hainewalde frei wird. Der Haltpunkt Hainewalde liegt immer noch in der Steigung. Da der Ort sehr lang gezogen ist, würden wir gerne mindestens einen weiteren Haltepunkt einrichten.


Unter stetiger Steigung befördert Sie unser Zug die Steigung hinauf bis zum Bahnhof Großschönau/Sachsen, wo wir teilweise auf kreuzende CD-Korridorzüge von und nach Liberec oder auf unseren eigenen Gegenzug ein wenig warten müssen – optimal zu einem kleinen Plausch mit dem in Großschönau noch vorhandenen Fahrdienstleiter. Auch in Großschönau würden wir gerne noch mindestens einen weiteren Haltepunkt errichten.

Dann stellt uns der Kollege im Stellwerk des tschechischen Bahnhofs Varnsdorf die Signale auf Fahrt und wir absolvieren die Korridorstrecke, welche vom Bahnhof Varnsdorf über Stary Varnsdorf (Altwarnsdorf) bis zur Bundesgrenze bei Seifhennersdorf nur von unseren Zügen genutzt wird.

Viadukt Großschönau
 
Viadukt Großschönau

Bahnhof Seifhennersdorf



Die tschechische Staatsbahn CD hat diesen Abschnitt im Jahr 2002 extra für unsere Züge wieder hergerichtet und nachgestopft, so dass hier immerhin 40 – 50 km/h möglich sind. Die nicht verschweißten Schienen und eigenwillige Bahnübergangstechnik vermittelt einen Eindruck davon, dass auch außerhalb der deutschen Gründlichkeit ein sicherer Eisenbahnbetrieb möglich ist. In Deutschland wäre diese Strecke bei DB Netz auf 5 bis 10 km/h Höchstgeschwindigkeit gesetzt worden.

Der Korridorabschnitt mit dieser eigenwilligen Betriebsform besteht übrigens seit dem Bau der Strecke. Erst nach dem 2. Weltkrieg wirkte es sich jedoch in der bis heute bekannten Form aus, dass Varnsdorf als Korridor ohne Halt durchfahren wird. Beide Staaten haben jedoch inzwischen vereinbart, dass Varnsdorf als regulärer Halt für unsere Züge eingerichtet wird. Theoretisch kann es jederzeit damit losgehen, wenn die entsprechenden Ministerien grünes Licht geben.
Unser Zug passiert den ehemaligen Haltpunkt Stary Varnsdorf und befährt dann eine kleine Mandaubrücke, um wieder auf deutschem Boden anzugelangen. Nach einem guten Kilometer rollen wir in den Bahnhof der Kleinstadt Seifhennersdorf ein, wo sich auch die Verwaltung der SBE direkt vis à vis vom Bahnhof befindet. Für viele SBE-Züge endet hier unsere Fahrt. Einige fahren jedoch über Leutersdorf bis Eibau weiter.

Der Lokführer schaltet Leistung auf, um die Steigung Richtung Leutersdorf zu nehmen. In Leutersdorf wird der ehemalige Bahnhof angefahren, der sich leider auch etwas in einer Randlage befindet. Auch hier wären neue Haltepunkte sinnvoll. Es folgt eine Fahrt über eine lange Gerade, wonach dann hinter einer Biegung die Hauptstrecke nach Dresden wieder rechts neben uns auftaucht. Unsere Nebenstrecke wird parallel kreuzungsfrei in den Bahnhof Eibau eingefädelt, wo wir nach rund 40 Minuten Fahrt unsere Tour beenden.

Der Lokführer schaltet Leistung auf, um die Steigung Richtung Leutersdorf zu nehmen. In Leutersdorf wird der ehemalige Bahnhof angefahren, der sich leider auch etwas in einer Randlage befindet. Auch hier wären neue Haltepunkte sinnvoll. Es folgt eine Fahrt über eine lange Gerade, wonach dann hinter einer Biegung die Hauptstrecke nach Dresden wieder rechts neben uns auftaucht. Unsere Nebenstrecke wird parallel kreuzungsfrei in den Bahnhof Eibau eingefädelt, wo wir nach rund 40 Minuten Fahrt unsere Tour beenden.
Leutersdorf Leutersdorf

Sie haben in Eibau die Chance, die Züge Richtung Dresden zu nehmen und weiter zu reisen – oder Sie fahren mit uns zurück. Für das Kreuzungsmanöver setzen wir übrigens kurz auf ein Stumpfgleis um.

Vor der Rückfahrt nach Zittau gibt es zumeist noch einen kleinen Plausch mit dem Fahrdienstleiter. Auf der Mandaubahn ist die Eisenbahnerwelt halt noch in Ordnung.

In Zittau haben wir übrigens Anschluß Richtung Görlitz und teilweise Richtung Liberec. Einige unserer Züge sind auch bis Liberec verlängert.

Worauf warten Sie noch – auf zur „Mandaubahn“, die sich mit dem persönlichen Engagement ihrer motivierten Mitarbeiter dafür einsetzt, dass Sie bequem und entspannt an Ihr Ziel gelangen.